Projekt: Weltreise-4×4-Fahrzeug

Endlich geht es los, der erste Schritt zum Projekt Weltreisefahrzeug ist gemacht. Doch zunächst ermal ein Vorwort zum Vorhaben, wie es dazu kam und welche Fahrzeuge in die nähere Auswahl kamen.

Das Vorhaben:

Ich reiste bereits 2011 mit einem alten Mitsubishi Pajero L040, welcher ziemlich heruntergekommen und verbastelt war, mit meiner damaligen Freundin durch Südamerika. Das Auto gefiel uns schon damals, bestach es doch durch sehr einfache Wartung und große Robustheit. Letzteres bewies das Fahrzeug, indem es nach rund 10 Jahren Malträtierung durch zahlreiche Reisenden, trotzdem immer irgendwie am Ziel ankam. Auch wenn ca alle 500-1000km irgendeine Reparatur nötig wurde, ließ uns das Auto in entscheidenden Momenten nie im Stich. Das Raumangebot war sehr gut, wir konnten uns de facto ein französisches Bett (140x180cm) im Innenraum einrichten. Durch die Unabhängigkeit von Unterkunft und Ort hatte vor allem ich den Vorteil mit meiner Kamera viel näher am Geschehen zu sein. Es entstanden zahlreiche Bilder nur deshalb, weil ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.

Mir wurde durch dieses 10 monatige Erlebnis klar, dass ich auf die Flexibilität auch in Zukunft nicht mehr verzichten wollte, konnte ich doch dadurch meine fotografische Leistung massiv verbessern. Es sollte also für die Zukunft ein reisetaugliches 4×4 Fahrzeug werden.

Die Anschaffung:

Da ich schon in Südamerika gute Erfahrungen mit dem total verbastelten und eigentlich schrottreifen Pajero L040 gemacht hatte, habe ich mir die nächste Version also V20 in die Favoritenauswahl genommen. Glücklicherweise gibt es in zahlreichen Städten in Süddeutschland Umweltzonen, sodass einige Besitzer solcher Fahrzeuge ihr Auto verkaufen und die Gebrauchtspreise entsprechend sinken. Ich hatte Glück und habe einen sehr gute erhaltenen Pajero V46 (V20 in der Langversion mit 2,8l TD Version) gefunden und gekauft. Mit dem Kauf kommt natürlich erst mal etwas Arbeit auf einen zu.

Rost neben den Radläufen

Was alles am Auto gemacht werden musste:

Als Erstes musste der Rost zwischen Sitzbank und Radkästen beseitigt werden. Leider ist das eine bekannte Schwachstelle des Modells und da ich ohnehin vor hatte ein Bettgestell einzubauen, wurde die Sitzbank inklusive Rost komplett rausgeflext und durch neue Bleche ersetzt. Eine neue Bremsanlage vorne wurde fällig, unglücklicherweise wurde auf der andern Seite vergessen die Bremsbacken mitzuwechseln, was im späteren Verlauf noch zu Problemen führen sollte. Als Nächstes gönnte ich dem Günther, er hatte mittlerweile einen Namen, ein neues Fahrwerk von OME. Was man zudem bei einem solch alten Auto immer machen sollte ist, eine ordentliche Unterboden- und Hohlraumkonservierung. Das Ganze habe ich dann nach und nach gemacht sodass das Auto jetzt, bis auf ein paar Stellen, die noch gemacht werden müssen, reisebereit dasteht.

Fertig! Mit neuem Fahrwerk und fahrbereit