Auftakt durch Bayern
Was für ein Auftakt! Nachdem ich (mal wieder) alles, was die Vorbereitung betrifft, auf  den letzten Drücker gemacht habe, habe ich als erste Station meinen alten Kumpel in Ingolstadt besucht. Er arbeitet für die Waffenindustrie, ich selbst bin Apotheker (also die böse Pharmaindustrie im weiteren Sinne) und jedes Mal, wenn ich Nils treffe, fühle ich mich etwas an den Film „Smoke, Smoke, Smoke“ erinnert. Nils hat sich gut gemacht und es war wie immer ein Vergnügen mit ihm über so ziemlich alles zu plaudern.

Ingolstadt ist ein durchaus hübsches Städtchen, leider sehr versnobt und man fällt durch mangelnden Dresscode auf (also normale Jeans und T-Shirt), Gleiches trifft auf ein Auto Bj. 1995 neben den ganzen nagelneuen Audi zu. Ein sehr erquickendes Vergnügen ist es, wenn der Lamborghini oder Porsche an der Bordsteinkante der Innenstadt scheitert, während man ganz relaxt seinen Kaffee genießt und der Show zusieht.

Weiter ging es nach München zu meinem alten Studienkollegen Timmey und seiner Freundin Emma. Während es Emma erfolgreich versteht sich durch Verstecken unter der Bettdecke quasi unsichtbar zu machen, hat es Timmey ziemlich effektiv hinbekommen sein Leben maximal zu entschleunigen und seinen Lebensmittelpunkt ins heimelige Wohnzimmer zu verlagern. Um einen traditionellen Besuch im Hofbräuhaus sind wir allerdings nicht gekommen und so ging auch dieser Besuch glücklich und satt zu Ende.

Als Nächstes zog es mich weiter gen Süden ins Berchtesgadener Land. Nach kurzem Scouting fiel die Wahl auf den immer noch sehr beschaulichen Hintersee mit seinem kleinen, grünblauen See vor atemberaubendem Berpanorama. Den Name des Berges habe ich leider auf Nachfrage nicht erstanden, joar mei, seis drum!

Hintersee im Morgengrauen

Nach meiner ersten Nacht im Auto direkt am See, wie immer legalst geparkt, machte ich mich in den Morgenstunden zu meinem vorher gescouteten Platz und traf dort Achim Thomae, ein exzellenter Fotograf mir sehr guten Ortskenntnissen. Schon am Abend vorher hatte ich das Vergnügen mit einem wirklich sehr netten Fotografen zu fachsimpeln. Am Ende verbrachten Achim und ich den gesamten Vormittag und er zeigte mir alles Spots im Umkreis von 20km.

Hübsche Kirche in Ramsau

Leide hat das Wetter nicht so wirklich mitgespielt und Achim fuhr nach Hause, während ich die Regenpause zum Ausruhen nutzte (bin ja schließlich um 6.00h morgens aufgestanden). Später am Nachmittag klarte es auf und ich konnte endlich die vorher schonmal angesteuerte Kirche fotografieren. Nun habe ich mich endlich nach Salzburg getraut und bin gespannt, was Mozarts Geburtsstadt so zu bieten hat.